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Die Glockenhexe - Kindertheater Kladdaradau

Die Glockenhexe

märchenhaftes Theaterstück mit animatorischen Teilen für Menschen von 3-10 Jahren

von Heide Rohringer

Musik: Edvard Grieg

Die Glockenhexe ist alles andere als eifrig aber überaus neugierig. Und obwohl das eigentlich verboten ist, hat sie sich mit dem Drachen Dragodil angefreundet.

Durch ihn erfährt sie auch von der Feensiedlung und obwohl das noch strenger verboten ist, schleicht sie sich eines Tages sogar ganz nahe heran, um alles genau zu sehen.

Der Ausflug in die Feenwelt bleibt nicht ohne Folgen und eine Hexe, die plötzlich sauber macht, nicht lange unentdeckt.

Theater im Werkraum
1160 Wien, Ludo Hartmann Platz 7 (Eingang Koppstraße)

So. 23., 30. November - 15:00

Gastspiele, Vorstellungen für Kindergärten, Horte und Schulen auf Anfrage

KONTAKT

Es war einmal, ...

So beginnt auch diese Geschichte, denn sie spielt in einer Zeit als hier - wo wir gerade sind - noch ein undurchdringlicher und gefürchteter Wald war. Als statt der Autobahn noch ein holpriger Weg durch das Land führte und die unterirdischen Rinnsale noch glucksende Bäche waren.

In dieser Zeit glaubten die Menschen an Feen, Hexen, Drachen und andere Fabelgestalten. Und, ob ihr es glaubt oder nicht, ab und zu begegnete einer so einem Zauberwesen. Was er erlebt oder erfahren hatte, erzählte er dann weiter, und weiter und weiter. Auf diese Art habe auch ich diese Geschichte erfahren und gebe sie nun an euch weiter.

Wer schon einmal durch einen Wald gewandert ist, kennt das schöne und leichte Gefühl, wenn man durch den Wald heraus auf eine sonnenbeschienene Lichtung tritt.

Auf so eine Lichtung hatten die Feen ihre Siedlung gebaut. Die Häuser, aus feinen, schimmernden Lichtfäden gewoben standen im Halbkreis um eine Quelle. Jeden Morgen trafen sich die Feen und Elfen bei der Quelle und begrüßten die Sonne und den neuen Tag mit einem schwebenden, leichten Tanz. Feine, klingende Musik erfüllte die Luft und jedem Betrachter schien die Zeit still zustehen.

Mitten im Wald, dort wo die Bäume am dichtesten stehen, war ein Dorf ganz anderer Art. Hier lebten die Hexen in windschiefen, baufälligen Häusern. Die Türen waren mit schweren Brettern vernagelt, dafür ragten unendlich hohe Rauchfänge in den Himmel. Durch diese flogen die Hexen und Zauberer mit großem Getöse ein und aus.

Auch hier standen die Häuser im Halbkreis. Allerdings nicht um eine Quelle sondern um einen riesigen Scheiterhaufen, der jede Nacht entzündet, und um den mit Gegröle und Gejohle bis zum Morgengrauen getanzt wurde.

Obwohl die Hexen von den Feen, und die Feen von den Hexen gehört hatten, kümmerten sie sich nicht um einander. Im Gegenteil, sie wollten nichts miteinander zu tun haben und unerfahrene Feen und Elfen wurden ebenso vor den fürchterlichen Hexen gewarnt, wie Zauberschüler vor den gefährlichen Feen.

Das einzige Lebewesen, das beide Völker kannte war Dragodil, ein Drache - manche sagen ja, dass er eher wie ein Krokodil aussieht. Seine Schlaf - und Wohnhöhle war im felsigen Gestein, das Wald und Lichtung weithin überragte. Sein Lieblingsplatz, ein ausgeschwemmter Fels, war direkt vor seinem Höhleneingang.

Und von dort hatte er nicht nur einen besonders guten Ausblick in die Feensiedlung sondern wenn er seinen Kopf etwas nach rechts wandte, auch auf das Hexendorf. Die Luft trug Feenmelodie und Hexengeschrei zu ihm und er freute sich, nicht allein zu sein.

Je nach momentaner Laune gefiel ihm einmal die Feenmelodie besonders gut; Er träumte dann die schönsten Dinge. Dann wieder machte ihm das Gegröle besonderen Spaß und er spuckte Feuer, dass es weithin sichtbar war (und verbrannte sich dabei regelmäßig seine Zunge).

So führten alle zufrieden ihr Leben, bis eines Tages, ...

... und da beginnt unsere Geschichte.

 

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