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Der Zauberlehrling Xantikracks

Märchenhaftes Theaterstück zum Thema Selbstvertrauen für Menschen ab 4 Jahren
von Heide Rohringer

Xantikracks ist überzeugt, dass er nichts kann.
Zumindest nichts so gut wie alle anderen.
Deshalb lebt er schon seit langem als Einsiedler im Zauberwald. Eines Tages landet die Hexe „Verkehrtherum" bei seiner Höhle und er erfährt, dass man auf Missgeschicke auch stolz sein kann.

Wie es kommt, dass sich Xantikracks verändert und alles schafft, erzählt diese Theatergeschichte.

 

Kritik:
Das Stück schafft es, die Kinder schrittweise zu einer inneren Ruhe zu führen, die man Besinnung nennen möchte. Es wird auf Nuancen gesetzt, die man Kindern sonst meist abspricht und ist verwundert, wie konzentriert und gespannt sie Anteil nehmen.

Stückinhalt – Zauberlehrling Xantikracks

Die Oberhexe ist längst daran gewöhnt, dass Verkehrtherum nichts so wie andere Hexen machen kann und oftmals „Xantikracks" ist. Doch als die Hexe eines Tages in ihrem Haus landet, Dach und Spinnweben zerstört, ist ihre Geduld am Ende. Verkehrtherum muss das Hexendorf verlassen und richtig landen üben.

Für jemanden der alles so verkehrt herum macht, dass er sogar  „Verkehrtherum" genannt wird, ist das eine nicht gerade einfache Übung. Und so befindet sich die Hexe, nach einer neuerlichen Bruchlandung, plötzlich am Rande des Zauberwaldes.

Der dort lebende Einsiedler ist nicht gerade erfreut über ihr Auftauchen, denn die Hexe erinnert ihn an längst vergangene Zeiten, als man ihn im Hexendorf noch Zauberlehrling Xantikracks nannte. Außerdem hat er viel zu tun und braucht Ruhe, um den vielen Geräuschen zu lauschen und besondere einzufangen.

Verkehrtherum ist von seinen vielen Sachen fasziniert und möchte alles ausprobieren und erfahren. Doch „lauschen" erweist sich als Kunst, die noch schwieriger als zaubern ist. Noch dazu für eine neugierige und ungeduldige Hexe, die obendrein alles verkehrt herum macht.

Du bist heute ein richtiger Xantikracks!

Am Rande des Zauberwaldes, weitab vom Hexendorf und den verstreut liegenden Häusern anderer Hexen und Zauberer lebt Xantikracks. Wer überhaupt von ihm weiß, nennt ihn den „Einsiedler". Und gesehen hat ihn schon seit langer, langer Zeit niemand mehr.

Die anderen Hexen und Zauberer sprechen auch nur höchst selten über ihn - eigentlich gar nicht. Man erinnert sich nur zu einem besonderen Anlass an den alten Einsiedler. Wenn etwas gänzlich schief geht, und zwar den ganzen Tag. Wenn nämlich etwas wirklich misslingt und sich aus diesem einen Missgeschick gleich ein zweites ergibt und hinterdrein noch ein drittes folgt, und möglicherweise noch eines und noch eines … 
Dann sagt man im Hexendorf: „Du bist heute ein richtiger Xantikracks!"

So hat zum Beispiel die Nebelhexe, die Süßes überhaupt nicht mag, eines Morgens ihre Suppe irrtümlich gezuckert statt gesalzen. „Pfui!" ruft sie laut und spuckt „die gute Suppe ist ganz verdorben!" 

Wütend schlägt sie mit dem Kochlöffel gegen den Suppenkessel. Weil sie sehr wütend ist und deshalb sehr fest schlägt, rutscht der Suppenkessel vom Herd und fällt auf den Boden, wo sich ein Suppensee bildete. Schimpfend versucht die Nebelhexe den schweren Kessel wieder auf den Herd zu stellen. Doch der Kessel ist sehr heiß, denn er war lange auf dem Herd. Und so verbrennt sich die wütende Hexe ihre Finger, als sie den Henkel packt. Weil das Fingerverbrennen sehr weh tut, fängt sie vor Schmerz laut zu schreien an lässt den Kessel wieder fallen. Der schwere Kessel plumpst zurück auf den Boden und landet genau auf der großen Zehe der Nebelhexe. Und weil das auch sehr weh tut, springt sie vor lauter Schreck in die Höhe und stößt mit dem Kopf gegen den Kaminsims, dass es nur so kracht. „Jetzt ist es aber genug!" schreit die Nebelhexe und will schnell zur Tür hinaus. Dabei rutscht sie auf dem Suppensee aus und landet auf dem Popo.

„Ich muss hier weg und mich ablenken!" sagt die Hexe zu sich selbst und saust auf ihrem Besen davon. Mitten über dem Zauberwald, dort wo die Bäume am dichtesten stehen, macht der Zauberbesen plötzlich einen Sprung und saust in die Tiefe. Glücklicher Weise kann die Nebelhexe dank einem rasch gemurmelten Zauberspruch einigermaßen sanft landen. Doch nun muss sie zu Fuß gehen. Und weil sie das aber nicht gewohnt ist, marschiert sie in die falsche Richtung. Müde und erschöpft gelangt sie schließlich zur Hütte ihrer Freundin, der Schlammhexe.

Als diese die ganze Geschichte hört, schüttelt sie nachdenklich den Kopf und sagt:
„Du bist heute ein richtiger Xantikracks!"

Ja, so ist das nun einmal. Nur wenn jemand eine richtige Pechsträhne hatte, erinnert man sich an Xantikracks. Denn früher, vor langer, langer Zeit, als Xantikracks noch kein Einsiedler sondern ein Zauberlehrling war, passierten ihm ständig Missgeschicke.

Aber, wie gesagt, das ist lange her. Lange bevor unsere Theatergeschichte beginnt.

 

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