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Nach einem halben Jahr konzeptioneller Vorbereitungen, organisatorischer
Hürdenläufe und 3 Monaten intensivster Tüfteleien und klausurartigen
"Rund-um die Uhr" Einsätzen im Atelier war es am Sonntag,
dem 6. Mai endlich soweit.
Freilich nicht ohne gehörigen Nervenkitzel, denn ab 3 Uhr Früh
goss es in Strömen und um 10 Uhr war außer mir, niemand davon
überzeugt, dass es jemals zu regnen aufhört.
Durch die vorhandene Holzhütte und das Geschenk der Filiale Kika-Sandleiten,
ein 3x9m großes Zelt, das eigentlich vorrangig als Sonnenschutz
dienen soll, schien zumindest eine Minimalvariante der Aktion gesichert.
Und so beluden wir gegen Mittag dann doch, Stunden verspätet und
im Nieselregen, die Autos. Ständig begleitet von der Sorge, welcher
der vielen speziell entworfenen und handgefertigten Einzelteile dem feuchten
Wetter wohl als erstes zum Opfer fällt.
Doch die Beharrlichkeit wurde belohnt und bei Aktionsstart um 14 Uhr waren
die Adaptionsarbeiten zwar noch nicht ganz beendet, dafür strahlte
die Sonne und die ersten BesucherInnen tauchten auf.
Ankündigungshinweise und vor allem die, alle Werbemittel übertreffende,
Mundpropaganda hatte viele der 500-600 BesucherInnen veranlasst "trotz
Regenwetter einfach vorbeizuschauen". Und es hatte sich gelohnt,
denn bereits beim Eröffnungsfest wurden die Besonderheit des Konzeptes
auch atmosphärisch wirksam und in manchen Belangen sogar alle Vorstellungen
übertroffen.
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Ob Baby, Kleinkind, Schulkind oder Erwachsene,...
"Move the senses" hat im Praxistest bewiesen, dass sinnliche
Entdeckungsreise und kreative Ausdrucksmöglichkeiten keine Frage
des Alters oder anderer "Eingrenzungen" ist.
Im Gegenteil, die rund 300 ersten Aktionsfotos beweisen, dass kreative
Impulse verbinden und situative Gemeinschaften schon dadurch gefördert
werden, dass sie nicht gefordert werden.
Bei entsprechenden Angeboten fällt es auch allen leichter Rücksicht
zu nehmen, denn Rückzugsräume sind ebenso bedeutsam wie Bereiche,
wo man überschüssige Energie ausagieren kann.
Lob und Anerkennung haben wir im Übermaß erhalten. Das immer
wiederkehrende Erstaunen der BesucherInnen über die Besonderheiten
des "Einfachen!" Hinweise auf die besondere Atmosphäre
der Gesamtveranstaltung, staunende und in die Umsetzung eigener Ideen
vertiefte Menschen. Kinder, die sich in den Formen-Wannen räkeln
und andere, die enttäuscht sind, dass sie nur mehr zusammengekauert
hineinpassen, ...
Das alles habe ich gern und mit Freude entgegen und wahrgenommen. Denn
das alles hatte ich mir für "Move the senses" und seine
BesucherInnen gewünscht.
Dafür waren/sind wir bei PolitikerInnen, Sponsoren, Konzernleitungen,
Kleingewerbetreibenden, Lagerleitern und Privatpersonen auf Betteltour.
Dafür hat jeder einzelne Projektmitarbeiter viel Zeit, Kraft und
Ideen kostenlos zur Verfügung gestellt.
Denn "Move the senses" ist bisher nicht subventioniert und konnte
bisher auch keine Großsponsoren von der Sinnhaftigkeit des Projektes
überzeugen.
Die individuelle Unverständnis-Erkenntnis so mancher BesucherInnen,
wieso "irgendwo-irgendwas-für irgendwen" voll finanziert
wird "Move the senses" aber keine entsprechende Unterstützung
erhält, teilen wir seit langem.
Allerdings: Im Gegensatz zu materiellem Teilen vervielfältigt sich
emotionales und inhaltliches "Teilen". Und unter diesem Aspekt
kann "Move the senses" langfristig vielleicht doch nicht nur
die Sinne bewegen?
Sind Sie mittlerweile neugierig geworden auf die vielfältigen Elemente
der Sinnesstraße ? die pittoresken Säulenräume der Sinnesplätze?
Oder haben Sie einfach Lust im Trash-und Wrapping-Atelier oder in einer
der Werkstätten selbst aktiv zu werden?
Bau-Stelle, Schachtelstadt, sowie Kleinstkind-Rückzugsbereich und
natürlich ein spezieller Bühnenraum bieten weitere Anregung
zu eigenem Sinnesspiel.
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